Haftpflichtversicherungssystem – Gruppenanschlussversicherung Notarkammer

Die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen der Notare mit einer Mindestversicherungssumme von € 500.000,00 gemäß § 19a Abs. 1 BNotO („Basisversicherung“) werden durch Anschlusshaftpflichtversicherungen ergänzt. Diese Anschlussversicherungen erhöhen die Versicherungssumme je Schadenfall auf € 1 Mio. (§ 67 Abs. 3 Nr. 3 S. 1 Alt. 1 BNotO). Sie werden von den Notarkammern, die keiner Notarkasse angehören, als Gruppenverträge unterhalten und durch den Notarversicherungsfonds betreut.Seit dem 01.01.2018 übernimmt der Notarversicherungsfonds für die Notarkammern neben der sonstigen Vertragsbetreuung auch die Schadenmeldungen zum Versicherungsvertrag.

Die Notarkasse München und die Ländernotarkasse Leipzig führen in ihrem Tätigkeitsbereich die Pflichtversicherungen der Notarkammern nach § 113 Abs. 3 Nr. 3 BNotO einheitlich durch, so dass eine entsprechende Anschlussdeckung in den dort geführten Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungsverträgen enthalten ist.